Neu: Das Jahr 2019 heißt für uns: „Demokratie 19“

Vor 30 Jahren schafften es Menschen der damaligen DDR in einer friedlichen Revolution eine Diktatur zu stürzen: Um diesem besonderen Ereignis Rechnung zu tragen, haben wir für das gesamte Jahr 2019 monatlich einen besonderen Punkt für die Demokratie an unserer Schule entwickelt (Änderungen vorbehalten)

Januar 19        Teilnahme an der Veranstaltungsreihe „Denken ohne Geländer“

Februar 19      Hannah Arendt – Projekttag des Kurses Philosophie 11 an der Martin-Luther-Universität Halle

März 19          Begegnung mit den Austauschschülern aus Frankreich-> Jugend und Europa

April 19           Andreas Petrik (Dr. Prof. für Pädagogik an der Martin-Luther Uni Halle)

                        Vortrag mit Diskussionsrunde zum Thema: Rechtspopulismus

Mai 19            Expertengespräch ab Klasse 10 ->Perspektiven Demokratie (Vorzugsweise als Referent der Soziologe Dr. H. Welzer)

Juni 19            Projektwoche àWorkshops zum Thema: „Demokratie und Klimawandel->                     eine Herausforderung“

September 19 Stefan Wolle oder Ilko-Sascha Kowalczuk->Expertenrunde-> Einleitung zur Gedenkveranstaltung am 09.11.2019, in der Aula ab Jahrgang 11

November 19 30 Jahre Mauerfall: Erinnerungsveranstaltung am 09.11.2019  

Text:Juliane Zander

Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“ –Helmuth Kohl, 1995

Es ist wichtig, sich zu erinnern, um zu lernen, zu verstehen und Dinge besser zu machen. Darum haben sich einige Schüler und Lehrer unserer Schule Anfang dieses Schuljahres entschlossen, am 09.11 eine Gedenkveranstaltung zu organisieren. An diesem Tag ging es nicht nur um die Reichspogromnacht, welche sich vor genau 80 Jahren zu trug sondern auch, um die Erfahrungen vom Lauf der Erinnerung in Wielun am 01.09.2018 zum mahnenden Gedenken des Angriffes auf die Stadt an eben diesem Tag im Jahre 1939. Es war sehr emotional und man konnte immer wieder spüren, wie viel Bedeutung dieser 01.09 für die Bürger aus Wielun hatte. Außerdem haben wir am 09.11.2018 die Geschichte einer jüdischen Familie erzählt, die hier in Osterburg gelebt hat, jedoch aufgrund der damaligen politischen Lage fliehen musste. Wir sind zu den Stolpersteinen dieser Familie, die in der Breiten Straße 54 liegen, gegangen. Unser Schulchor hat gesungen und einige Schüler haben weiße Rosen auf den Stolpersteinen niedergelegt. Wir, als Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage, sehen es als eine Art Pflicht, die richtigen Werte zu vermitteln, diese dann auch in den Alltag zu integrieren und somit unserem Titel gerecht zu werden. Dazu gehört es auch, von der Geschichte zu erzählen, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Demokratie, einer Gerechtigkeit und Gleichberechtigung für diese Grundsätze und-werte zu schaffen. Der 09.11.2018 hat uns die Möglichkeit gegeben, offen über die Geschehnisse in der Historie zu reden, über die außerhalb des Geschichtsunterrichtes oft geschwiegen wird. Mit dieser Veranstaltung wollten wir noch einmal deutlich machen, wie wichtig eine „Erinnerungskultur“ ist, wir wollten sensibilisieren und zum Nachdenken anregen. Es war unser Ziel zu verdeutlichen, dass auch wir Teil dieser Geschichte sind und Verantwortung für eine bessere Zukunft übernehmen müssen und dass nicht alles so weit weg ist, wie es oft scheint. Auch hier fand Geschichte statt, Geschichte, auf die wir nicht immer stolz sein können, aber Geschichte, aus der wir lernen können.

Geschrieben von Hannah Köberle, 10 C

 

Schule ohne Rassisus

All diese Wörter stehen im Sinne unseres Schultitels, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und beschreiben den Zusammenhalt an unserer Schule. Wir, als AG SOR-SMC motivieren unsere Mitmenschen und setzen uns an unserer Schule und außerschulisch gegen Mobbing und Ausgrenzung anderer Religionen und Kulturen ein. Unser Team besteht aus; Julia Marenin, Pauline Wiele, Mira Wendt, Louisa Maurer, Juliana Zander, Michelle Jacobs, Emily Sperling, Elisabeth Jörke, Emily Neubert, Liljana Korbus, Maike Bürgel, Fabian Kröhnert und Steffi Wecke.   Text&Foto: Juliane Zander

Unsere bisherigen „Aktionen“ im groben Überblick

November 2013                     Fachtagung „Toleranz“ in Halle

September 2014                     Titelverleihung und umfassender Schulprojekttag

Februar 2015                          Tafelaktion „Sprüche zur Toleranz“

April 2015                               Projekttag „Cybermobbing und Gefahren von Rechts“

seit September 2015  Teilnahme am Landestreffen der Landeszentrale für politischen Bildung (Magdeburg) der Titelschulen SOR - SMC

Januar 2016                            Projekttag Mobbing/ Streitschlichter

September 2016                     Stolpersteinverlegung in Osterburg

Januar 2017                            „Denken ohne Geländer“ im Kreisheimatmuseum (OBG); organisiert für Klassen 9-12 (Vortrag von A. Reichel („Jüdisches Leben in der Altmark“))

Juni 2017                                  Aufnahmespiel der 5. Klassen

September 2017                     Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ (Aula)

29. September 2019                Aufruf zur Offenheit, Vielfalt und Toleranz

(Wir sind bunt und vielfältig)

November 2017                      Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen in Osterburg

Mai 2018                                 Antimobbing-Tag (Klassen 7-9)

November 2018                      Gedenkveranstaltung  „80 Jahre Pogromnacht“

Text: Juliane Zander