eingang auschwitz

Wir Schüler der 10ten Klassen sind am 27. September 2019 nach Oswiecim gefahren, das unter dem deutschen Ortsnamen Auschwitz zu trauriger Weltgeltung gekommen ist. Hier befinden sich die verschiedenen Anlagen und Gedenkstätten des Konzentrations- und Vernichtungslagers. Wir besuchten das Stammlager mit der charakteristischen Torüberschrift „Arbeit macht frei“ und die Anlage Birkenau. Beide Male vor Ort zu sein war sehr bedrückend. Beim Tordurchgang hat man den Eindruck, dass man selbst und jeder einzelne unserer Gruppe für einen kurzen Augenblick den Atem anhält. Man hört die Stadtgeräusche, aber man hat das Gefühl ganz allein mit dieser Geschichte zu sein. Dieses Gefühl hatten alle Teilnehmer; dies wurde vor allem in den wichtigen Feedback-Runden im Stuhlkreis an den Abenden deutlich.

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Der bekannte DDR-Bürgerrechtler Wolfram Tschiche und dessen Co-Referentin Radka Denemarkowa (eine tschechische Schriftstellerin) sprachen am 6.11.18 vor Schülern und Schülerinnen der 10. und 11. Klassen über den „Prager Frühling“ 1968. Sehr persönlich, aber auch fesselnd sachlich, schilderte Tschiche seine politischen Erfahrungen als Zeitzeuge, DDR-Bürger und vor allem als nicht geduldeter Oppositioneller.  Er wusste damit auch die Jugendlichen zu begeistern und zu kritischen Rückfragen anzuregen. Begleitet wurde Tschiche dabei von der tschechischen Schriftstellerin Denemarkowa. Als Zeitzeugin zu jung, hat sie die Ereignisse rund um das gescheiterte Aufbegehren des kleinen Ostblockstaates gegen die sowjetische Supermacht eingefangen. Die Schülerinnen und Schüler haben somit lebendige Geschichte im Unterricht erfahren! Text und Foto: Fabian Kröhnert